Regionsmeisterschaft Südost über die Halbmarathondistanz
Im Rahmen des Brückenlauf-Halbmarathons des ASV Köln wurden am Sonntag die Straßenlaufmeisterschaften der LVN-Region Südost über 21,0975 Kilometer ausgetragen. Der Wettbewerb führte die Läuferinnen und Läufer über einige Kölner Brücken und entlang des Rheins. Für den traditionsreichen Brückenlauf stand die Halbmarathondistanz dabei zum zweiten Mal im Programm.
Für die sportlichen Glanzlichter sorgten Jonathan Dahlke und Therese Schuhenn. Dahlke gewann den Halbmarathon in 1:06:43 Stunden, Schuhenn setzte sich bei den Frauen in 1:21:50 Stunden durch. Beide verbesserten damit zugleich die erst im vergangenen Jahr aufgestellten Streckenrekorde deutlich. Da Dahlke und Schuhenn auch für die Regionsmeisterschaft gemeldet waren, blieb es für beide nicht beim Gesamtsieg: Sie sicherten sich gleichzeitig die Meistertitel der LVN-Region Südost.
Gerade diese hochklassigen Titelträger zeigen, welchen sportlichen Stellenwert eine solche Regionsmeisterschaft haben kann. Umso auffälliger war die geringe Beteiligung an der Meisterschaftswertung. Am Ende konnten lediglich zehn Athletinnen und Athleten aus Vereinen der Region Südost gewertet werden.
Warum die Resonanz so überschaubar blieb, ist schwer nachzuvollziehen. Die Regionsmeisterschaft wurde in der Ausschreibung beworben und im Rahmen der Anmeldung ausdrücklich abgefragt. Die Möglichkeit, sich mit anderen Athletinnen und Athleten aus der Region zu messen, war also klar erkennbar.
Das kleine Teilnehmerfeld hatte allerdings auch eine interessante Seite. Athletinnen und Athleten rückten in den Fokus, die bei stärker besetzten Meisterschaften möglicherweise kaum eine Chance auf eine derartige Platzierung gehabt hätten. Genau darin liegt aber auch eine einfache Wahrheit des Wettkampfsports: Gewinnen kann nur, wer sich der Herausforderung stellt.
Vielleicht ist die diesjährige Meisterschaft deshalb auch eine kleine Einladung an die Vereine und ihre Läuferinnen und Läufer. Wer bei einer Meisterschaft starten darf, muss nicht darauf warten, zu den Favoriten zu gehören. Manchmal beginnt die Chance auf einen Titel schon mit der Entscheidung, überhaupt anzutreten.